Sie geben keine Texte ungeprüft außer Haus?

Und setzen auf mehrere Korrekturläufe? Sie legen Wert auf Konsistenz,
unterscheiden zwischen Binde- und Gedankenstrich, wünschen weder
Hurenkinder noch Schusterjungen im Umbruch? 

Ich unterstütze Sie schnell und flexibel. Mit Korrekturen in der Worddatei,
im PDF oder auf Papier.

Sie planen ein Rechtschreibseminar in Ihren Räumen?
Ich freue mich auf Ihre Anfrage.

Kostproben Korrektur

Warum einheitlich schreiben?

Nach der x-ten Rechtschreibreform liegen bei Weitem nicht alle Schreibenden orthografisch immer 100%ig richtig. Oder? Und was ist mit Bchutsabensalat?
Angeblich »speilt es kenie Rlloe, in welcehr Reiehnfogle die Buhcstbaen in eniem Wrot vorkmomen. Das ist, wiel das menchsilche Ague nicht jeedn Buhcstbaen liset.« **

Tatsächlich entschlüsselt unser Gehirn mit Leichtigkeit falsch geschriebene Wörter, wenn erstens die Buchstaben am Anfang und am Ende stimmen, zweitens die Wörter nicht zu lang und unübersichtlich sind und drittens das Chaos überschaubar bleibt. So erklärt es sich, wenn uns beim Lesen unsere Erwartungshaltung einen Streich spielt: Statt zu entziffern, was da steht, erkennen wir, was da stehen sollte. (Eine Falle, der man am besten mit doppelter Distanz entgeht, das heißt durch zeitlichen und/oder personellen Abstand zum Geschriebenen.)

Warum überhaupt einer bestimmten Rechtschreibkonvention folgen?
1. Kenntnis und Anwendung der aktuellen Regeln gelten als Kulturtechnik, 
    Basiskompetenz und Bildungsnachweis.
2. Ein einheitliches Zeichensystem erleichtert jede schriftliche Mitteilung.
    Abweichungen von dieser Norm sind Signale, die den Lesefluss hemmen.
    Der Leser muss entscheiden, ob es sich um eine zufällige, erlaubte oder be-
    wusste Regelübertretung handelt.
3. Erst ein »fehlerloser« Text kann seine Wirkung auf allen anderen Ebenen
    ungehindert entfalten: Sprache, Stil und Tonalität, Medium, Layout und
    Typografie interpretieren die Nachricht. Der Weg zum Adressaten ist frei.


∗ Marion Voigt, »Skript zum Rechtschreibseminar« (Auszug)
∗∗ Vgl. Ulrich Schnabel, »Bnuter Bchutsabensalat«, in: DIE ZEIT, 09. 02. 2006